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"dancing sculture /scultura danzante”
by Enzo Marino
with the collaboration of Christine Kertz

Das Märchen vom goldenen Haus und vom Feuer - Enzo Marino
I – „Das goldene Haus“
Als das Universum geschaffen wurde, entwarf es der Architekt vorsichtig:
weder mit zuviel Perfektion noch mit Anstrengung,
dann verwirklichte es der Handwerker mit angemessener Unvollkommenheit, um Langweile und Stabilität zu vermeiden.

Während der vergnügte Raumkünstler - mit der ihm eigenen Seltsamkeit - Ökosysteme, Lufthüllen und Untergründe ausrüstete, verfärbte der Künstler - hin und her fliegend - alles mit Lebendigkeit, Harmonie und schöner Verrücktheit.
Auf einem einsamen Sandkörnchen im Kosmos - Schiffchen der Menschheit –
als schon alles sich veränderte und sich der blaue Planet rasch vorwärts bewegte,
als sich die feurige Atmosphäre herabsenkte
und die Lüfte ihre Farbe von Violett bis Himmelblau änderten,
richtete der Urherber die liebenswürdigsten Orte ein.
Nahe einer blauen Meeresbucht, zwischen schwefeligen Vulkanen und wechselnden Himmel, wollte er gerade die ausgewählte Stelle mit der Hand bezeichnen,
aber – geblendet von der Schönheit des Ortes - vergaß er, das verordnete Gold zu geben (schenken).
Er hörte nicht auf hin und her zu fliegen und die schönsten Sachen zu verschwenden.
Er nahm aus dem goldenen Schmückkästchen Glanz, Wunderwerke und unglaubliche Sonnenaufgänge heraus.
Später beschenkte Er diese Welt noch mit unsäglicher Liebe, allen Zaubereien und allen Gefahren.


Als Er innehielt, um alles besser zu beobachten, bemerkte Er, dass Er das Gold vergessen hatte. Rasch kehrte Er in die Bucht zurück. In dem Moment wo Er jenes reine Gold verschenken wollte, nahm ein unerwarteter Windstoß es ihm weg.
Das Gold fiel zwischen die Hügel, hinter die Bucht, von der Zauberei der wilden Erde umfangen. Um die Erde mit weiterer Anmut zu versorgen, ließ Er das volle Schmuckkästchen in der Mitte zurück.
Der erhabene Dichter, dort angekommen, blickte flüchtig auf das Schmuckkästchen und eignete es sich an.
Er umhüllte es mit Zaubersprüchen, füllte es mit Träumen und nannte es sein „Goldenes Haus“.



II – „Das Feuer“
Es war einmal ein herrliches Haus in einem goldenen Feld und unter einem goldenen Himmel, wo der Dichter der goldenen Verse wohnte.
Dieser launige Mensch war wirklich eigenartig: er ernährte sich von goldenen Pollen, er trank goldenen Nektar, er sagte goldene Wörter, er hatte goldene Gefühle, er hatte eine goldene Phantasie, er streute goldene Gedanken aus, er träumte goldenen Träume.
Er lebte allein in einer goldenen Zeit und an einem ganz goldenen Ort.
Eines Tages bat ihn der Schöpfer, diesen Ort zu verlassen, damit die gerade neu geschaffenen Wesen an jenem Ort genug Platz haben könnten.
Der geniale Dichter, der diesen goldenen Ort liebte und ihn nicht verlassen wollte, leistete allerdings Widerstand; daher musste ihn der Urherber unverzüglich hinauswerfen.
So musste der Künstler in einem goldenen Augenblick seine Träume, seine Gedanken, seine Wörter, seine Lyrik, seine Phantasie und seine goldene Zeit mitnehmen und auf einem glänzenden strohfarbigen Windstoß weg tragen.

Leider!!
In der Eile hatte er keine Zeit, um den verlassenen Platz aufzuräumen, und ließ überall eine goldene Unordnung zurück: ein gold gefärbtes Feld und Haus, eine kleine sprudelnde (flimmernde) Flamme, sowie die Reste seiner Dichtkunst und überall verstreute wertvolle Dinge.
Danach änderte sich alles: alles wurde gottlos, außer den Dingen, die der Dichter zurückließ. Diese Dinge - der neuen Umwelt ausgesetzt , zwischen dem Grün der Natur und dem Blau des neues Himmels – waren, verglichen mit dem Rest der Welt von überragender Schönheit.

Sodann musste der Urherber wieder dazwischentreten, um alles wieder auszugleichen.
Er sammelte die verlassenen Sachen auf und legte sie in das goldene Haus. Er verwandelte das Haus wieder in ein Schmuckkästchen und schob es zusammen mit dem goldenen Feld in einen Sumpf, wie unter eine Decke, hinein.

Er wollte sie aber nicht ihrem Ursprung zurückgeben, denn er dachte, dass jene neu geschaffenen Wesen die goldenen Güter genießen würden, wenn sie sie eines Tages mit Intelligenz sinnvoll nutzen könnten.
Gerade war der Lauf des irdischen Lebens in Gang gekommen, als die neuen Wesen begannen - von Ereignisse gebannt, ohne Erkenntnis der Zeit und des Raumes, sondern nur mit langsamem aber ständigen Zuwachs der Kenntnisse - das Gehirn zu verwenden.
Es war ihnen kalt, sie waren hungrig, sie hatten Angst vor allem.
Ihr Leben verlief im Schatten der Natur, aber sie hatten eine Urahnung von der Existenz dieses listigen Gottes, der ihr Leben bestimmte.
Sie verhielten sich wie Tiere, aggressiv und unbarmherzig, als einer von ihnen, der mehr Mut und mehr Unternehmungsgeist hatte, sich in einen Sumpf wagte und dort, zwischen dem Schlamm und dem Unkraut, er flüchtig ein kleines Licht, ein glänzendes Ding, etwas Magisches erblickte.

Ein goldenes Schmückkästchen.
Von der Neugier angezogen, blieb er stehen um es anzuschauen, bis die Dunkelheit die Magie auslöschte.
Bei Sonnenaufgang konnte er sich nicht mehr gut erinnern wo der Ort war. Dann - mit den Fäusten auf seine Brust schlagend - schüttelte er die Tautropfen ab, schrie um sich, um sicher zu sein, und – nun bei Bewusstsein - begann er, das magische Ding zu suchen.
Er fand es nicht weit entfernt, richtete seine Aufmerksamkeit auf es, ging mehrmals um es herum, versuchte es zu schmecken, dann blieb er stehen und roch es vorsichtig an, endlich ergriff er es und machte es rasch und unvorsichtig auf.
Es sprang eine kleine Flamme heraus, die ihn erschreckte, und er stürzte zu Boden. Das goldene Schmückkästchen sank wieder in den Teich aber die kleine Flamme blieb auf einem Ast/Baumstamm hängen.
Das Lebewesen blieb für lange Zeit erstaunt und erschrocken, danach versuchte es, sie zu berühren, aber es verbrannte sich. Da zog es sich vor der Flamme zurück und lief davon.
Immer neugieriger, näherte es sich vorsichtig der Wärme. Die Wärme gefiel ihm und es ging um sie unaufhörlich herum.
Das Lebewesen streifte das Flämmchen, es schmeichelte ihm, es erhielt/ernährte es, bis es Vertrauen gewinnen und seine Regungen verstehen konnte. Schließlich konnte es das Feuer beherrschen.

I - “La casa d’oro” by Enzo Marino
“Quando l’ Universo fu creato, l’ Architetto lo progettò badando a non metterci troppa perfezione né poco impegno, poi l’Artigiano lo realizzò dandogli la giusta instabilità per evitare noia e fissità.
L’ Arredatore allestì, divertito, ecosistemi, atmosfere e scenari con la sua solita bizzarria, mentre l’ Artista, svolazzando qua e là, colorò tutto di vivacità, di armonia e bella pazzia.
Su un granello sperduto del Cosmo, navicella poi dell’ umana schiatta, quando già tutto era in mutazione e l’azzurro pianeta avanzava spedito, proprio quando l’atmosfera ignea era calata e l’etere variava dal viola al ceruleo, l’ Artefice disponeva i luoghi più ameni.
Nei pressi di un golfo intinto di blu, tra sulfurei vulcani ed un cielo mutante, Lui, distratto dalla bellezza del sito, nel segnar con la mano il luogo prescelto, dimenticò di dare l’oro prescritto.
Continuò a planare su e giù per il mondo, ad elargire le cose più belle.
Tirò fuori dallo scrigno dorato splendori, meraviglie e bugiarde aurore.
Poi, donò ancora, con infinito amore, tutte le magie e le insidie di questo mondo.
Quando sostò per badar meglio e s’accorse dell’oro rimasto, subito, alla baia volle tornare.
Mentre cedeva quell’oro zecchino, una folata improvvisa glielo portò via.
Cadde festoso oltre i colli del golfo dando magia alla terra selvaggia e, per dotarla di ulteriore vezzo, la scatola piena lasciò lì nel mezzo.
L’aulico Poeta, lì sopraggiunto, adocchiato lo scrigno ne prese possesso.
Lo rivestì d’incanto, lo riempì di sogni e lo elesse sua Casa d’Oro”.

II - “Il Fuoco” by Enzo Marino
“C’era una volta, su un campo e sotto un cielo dorati, una casa aurea dove abitava il Poeta dai versi d’oro.
L’ Estroso era davvero singolare: si cibava di polline d’oro, beveva nettare d’oro, emetteva parole d’oro, aveva sentimenti d’oro, possedeva una fantasia d’oro, spargeva pensieri d’oro, sognava sogni d’oro.
Viveva da solo in un tempo e in una località tutta d’oro.
Un bel giorno l’Artefice l’invitò a lasciar quel luogo per fare spazio a creature appena forgiate.
Ma il Geniale, che amava questo aureo luogo e non voleva andar via, oppose resistenze dorate, per cui Lui fu costretto a sfrattarlo all’ istante.
Così l’Artista, in un’ istante dorato, dovette prendere i suoi sogni, i suoi pensieri, le sue parole, i suoi versi, la sua fantasia e il suo tempo d’oro e portarseli via su un soffio lucente e paglierino.

Ma, ahimè!, nella fretta non fece in tempo a pulire l’ambiente e, così, rimase un diffuso aureo disordine: un campo e una casa imbrattati d’oro, una luccicante fiammella, residui poetici e oggetti preziosi sparsi un po’ dappertutto.
Poi tutto mutò, tutto divenne profano, tranne le cose lasciate dal Poeta, che, esposte al nuovo ambiente, tra il verde della natura e il turchese del nuovo cielo si esaltavano tanto in bellezza da insuperbirsi rispetto al resto del globo.
Allora dovette intervenire ancora l’Artefice per riequilibrare il tutto e, così, raccolse gli oggetti abbandonati, li depose nella casa d’oro, la riportò a condizione di scrigno e la fece scivolare insieme al campo dorato sotto una coltre di acquitrini.
Non volle ridarli all’origine, pensando che, un giorno, quei nuovi esseri, se avessero utilizzato l’intelligenza con intelligenza potevano godere anche di questi beni dorati.
Fu appena attivato il meccanismo terreno della vita quando le nuove creature, trascinate dagli eventi, senza cognizione del tempo e dello spazio, ma solo con il graduale accumulo delle prime nozioni, iniziarono a far funzionare il cervello.
Avevano freddo, avevano fame, avevano paura di tutto.
La loro vita era all’ombra della natura, ma avevano già maturato una primordiale idea dell’esistenza di un dio canaglia come era la loro vita.
Erano ancora simili alle bestie, aggressivi e spietati, quando uno di loro, con un po’ di coraggio in più e spirito d’intraprendenza, s’avventurò in un pantano e lì intravide, tra il fango e l’erbaccia un bagliore, un oggetto luccicante, qualcosa di magico.

Uno scrigno d’oro.
Preso dalla curiosità, stette ad osservarlo fino a quando il buio spense la magia.
Al sorgere del nuovo sole, stentò a ricordare il luogo; poi, battendo i pugni sul petto, si scrollò di dosso la rugiada, diede un grido per assicurarsi d’esserci ancora e, preso coscienza, si mise a cercare l’oggetto dell’ incanto.
Lo trovò poco distante, lo puntò, gli girò più volte intorno, tentò di leccarlo impaurito, poi si fermò ad annusarlo con attenzione e alla fine l’afferrò e con un gesto brusco l’aprì.
Saltò fuori una fiammella che, spaventandolo, lo fece cadere all’indietro. Lo scrigno d’oro sprofondò di nuovo nello stagno mentre la fiammella rimase attaccata ad un tronco.
La creatura restò abbacinata e atterrita per lungo tempo, poi tentò di toccarla ma, scottandosi, si ritrasse e fuggì via.
Sempre più incuriosita ritornò e con cautela si avvicinò a quel tepore, ne provò piacere e le girò continuamente intorno.
La sfiorò, la carezzò, le soffiò sopra, l’alimentò finché ne prese confidenza, ne capì gli impulsi, ne afferrò la forza.
